Eklat in der Windkraftgruppe

Südkurier vom 31. August 2016

Aus Protest steigen Ramsener aus einer Begleitgruppe für die Windanlage auf dem Schiener Berg aus.

Das Windpark-Projekt Croobach, das mit vier Windrädern auf Schweizer Gemarkung auf dem Rücken des Schiener Bergs geplant ist, bekommt scharfen Gegenwind. Sieben Mitglieder einer so genannten Begleitgruppe für das Vorhaben sind nach eigenen Angaben am Mittwochabend aus diesem Gremium ausgetreten. „Es kam zum Eklat“, berichteten die sieben ausgetretenen Mitglieder danach in einem Pressegespräch in Ramsen.
Die Begleitgruppe bestand bisher aus 17 Mitgliedern. Sie war von der Projektgemeinschaft SH Power und der EKS AG, dem Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhauser, gegründet worden. Ziel dieser Gruppe ist es, den geplanten Bau der vier Windräder zu begleiten und Meinungen rund um dieses 30-Millionen-Franken-Vorhaben zu bündeln. Doch diese Begleitung ist für die sieben frustrierten Mitglieder aus Ramsen nun vorüber. „Das war eine Farce. Kritische Fragen von uns wurden einfach ignoriert“, erklärte Sprecher André Götti. Deshalb habe man sich entschlossen, auszutreten. Wie die Gruppe nun weiterarbeitet, ist offen.
Josef Würms, der künftige und gerade frisch gewählte Gemeindepräsident von Ramsen erklärte, er sei ganz klar gegen die Windräder. „Wir wollen die nicht auf dem Chroobach haben.“ Damit wird deutlich, dass die Gemeinde Ramsen dem Projekt äußerst ablehnend entgegen steht. Auch die Gemeinde Hemmishofen, auf deren Gemarkung die Anlage gebaut werden soll, ist dagegen.
In der Begleitgruppe gibt es keine deutschen Vertreter, obwohl das Projekt direkt in Grenznähe geplant ist. Mitglieder der Bürgerinitiative aus Schienen zeigen aber großes Interesse an den Schweizer Entwicklungen. (jöb)

Infos über die Schweizer Windkraftgegner unter www.gegenwind-chroobach.ch