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Bessere Alternative

Ein Windpark macht im Chroobach aus verschiedenen Gründen keinen Sinn. Doch es gibt viel geeignetere Alternativen für Umwelt und Wirtschaft. Wir stellen einige davon vor.

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Schützenswertes Hemishofen

Der Gemeinderat lehnt eine Umzonung und damit die Erstellung von Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Hemishofen ab.

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Schienerberg

(Darstellung der maximal möglichen Anzahl gemäß vorliegender Flächenausschreibung Forst BW und Planung Kanton Schaffhausen)

Darstellung der maximal möglichen Anzahl gemäß vorliegender Flächenausschreibung Forst BW und Planung Kanton Schaffhausen

Veröffentlicht von unseren Freunden Landschaftsschutz Schienerberg

Es ist noch keine 10 Jahre her, dass ein 100 m hoher Mast, aufgestellt in unmittelbarer Nähe des Landgasthofs Schienerberg, uns darauf aufmerksam gemacht hat, dass größere Einschnitte in die Unversehrtheit unserer hiesigen Landschaft, eines der ältesten Landschaftsschutzgebiete Deutschlands, bevorstehen.

Eine einjährige Prüfzeit von Windhöfigkeit und Vogelzug hatte in Folge zum Ergebnis, dass aus Gründen des Artenschutzes und aus mangelnder Windhöfigkeit die Errichtung eines Windparks nicht möglich ist und auch nicht rentabel wäre!  Das Projekt wurde begraben.

Zwei Jahre später wurden Pläne bekannt, dass der Kanton Schaffhausen inzwischen in aller Stille auf der Schweizerischen Seite des Schienerbergs, dem Chroobach, eine ähnliche Anlage plante. Eine Projektgemeinschaft aus Energieerversorgern des Kantons, im Übrigen eine 100 prozenztige Tochter des Kantons Schaffhausen (Interessenkonflikt!), zeichnete für die Planung verantwortlich. Der Chor der Gegenstimmen gegen dieses Projekt schwoll so gewaltig an, dass sich der Kanton gezwungen sah, anlässlich der bevorstehenden Richtplanänderung im Oktober 2017, eine schriftliche Anhörung zu dem Projekt zuzulassen.

Die Resonanz war überwältigend.  

Insgesamt gingen 1.157 Briefe und eMails beim Kanton ein. Die Auswertung der Einsprachen ergab ein verheerendes Echo für das Projekt. Die allermeisten dieser Rückmeldungen waren ablehnend dem Projekt gegenüber. Bei den Stellungnahmen der Gemeinden, Gremien und Institutionen waren unglaubliche 84% ablehnend. Das war die größte Anzahl an Einsprachen, die jemals bei einer solchen Anhörung eingegangen war und auch eine der vernichtendsten Niederlagen die ein Projekt jemals in einer solchen Abstimmung erlitten hat. Doch den Kantonsrat liess das kalt!! Überfordert durch die große Anzahl an Einsprachen beschloss man die Einsprache zu ignorieren!
Dabei beteiligten sich nicht nur private Personen sondern auch besonders viele Institutionelle  wie die allermeisten Gemeinden rund um den Schienerberg, Landkreis Konstanz, Regionalverband aber auch große Vereine wie der Schwarzwaldverein und Hegau Geschichtsverein an der Abstimmung und formulierten ablehnende Einsprachen zu dem Windradprojekt auf dem Schienerberg.
​Dabei taten sich die Gemeinde Öhningen, als unmittelbar betroffene Gemeinde und der Landkreis Konstanz mit besonders klar und eindeutig formulierten Einsprachen hervor!  (Mit Klick auf die unterstrichen Namen gelangt man zu den jeweiligen Einsprachen)

Alle Argumente, die auch heute noch zählen sind schon damals dort aufgeführt!

Die mangelnde Windhöfigkeit. Der Schutz der Natur und Landschaft, die Bewahrung der wertvollen Fauna, der negative Einfluss auf das Weltkulturerbe Reichenau, die Belastung der Gesundheit der Menschen, die negativen Auswirkungen auf lokale Wirtschaft und Gastronomie.  Alles können wir in den Einsprüchen des Landratsamts, der Gemeinde Öhningen und anderer Gemeinden nachlesen !

Wir fragen uns, was hat sich seit dem verändert? Hat die Windhöfigkeit plötzlich und unerwartet zugenommen? Sind die Vögel weggezogen? Hat die Unesco ihre Haltung zur Schutzbedürftigkeit unserer Kulturgüter im Weltkulturerbe geändert? 

Nein!!!

Das einzige, was sich geändert hat ist die politische Lage. Die plötzliche Betriebsamkeit unserer Entscheidungsträger vor dem Hintergrund dieser veränderten Lage erweckt den Eindruck von unreflektiertem Ökoaktionismus. Der sprichwörtliche Wind scheint sich gedreht zu haben und damit auch die Fahne so manches Entscheidungsträgers. 

Viele von uns fühlen sich völlig zu recht dazu aufgerufen einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten und damit zur Energiewende beizutragen.  Die Klimaveränderung ist nicht zu leugnen und eine Veränderung unserer Gewohnheiten unabdingbar. Wir müssen umdenken und unser Verhalten neu ausrichten und erneuerbare Energien sind ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung, aber nur, wenn sie effektiv, durchdacht, wissenschaftlich fundiert sind und das halten, was sie versprechen! 

Ein Windrad an einem windarmen Standort aufzustellen trägt nicht zur Energiewende bei, sondern dient in erstere Linie dem Projektierer, der mit dem Erstellen der Anlagen sein Geld verdient und nicht mit dem Betrieb.

​Investition in das falsche Konzept ist Ökoaktionismus und geht zu Lasten von Mensch und Natur. Dem dürfen wir keine Chance geben, das können wir uns vor dem Hintergrund des Ernstes der Lage nicht leisten!

Das unternehmerische Risiko einer solchen Anlage wird im Übrigen (auch beim Chroobach) von den Projektierern nicht selten auf Bürgergesellschaften abgewälzt, die sich in gutem Glauben etwas Gutes zu tun , beteiligen und anschliessend mit den negativen Konsequenzen alleine gelassen werden.

Wir dürfen uns nicht mit dem erstbesten Lösungsansatz zufrieden geben, der uns von subventionsgetrieben Unternehmern angepriesen wird, sondern wir müssen uns der Mühe unterziehen im Diskurs das richtige Konzept für uns Anwohner des Schinerbergs und unsere wertvollen Resourcen zu finden.

Ist die Landschaft erst zerstört müssen wir und unsere Kinder über Jahrzehnte mit dem Disaster leben und haben dennoch keinen nennenswerten Beitrag zur Lösung unseres grössten Problems geleistet, dem Klimawandel!

Wir fordern eine ergebnisoffene Diskussion über den Beitrag, den wir Anwohner des Schienerberg für die Energiewende leisten wollen. Wir wollen uns keine fertigen, industriellen Lösungen, deren Effektivität nicht nachgewiesen ist, von selbst ernannten Heilsverkündern in unsere schöne Landschaft setzen lassen. 

Wir fordern, dass in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Entscheidungsträger auch der Verbrauch der Resource Landschaft, die uns allen gehört, mit einbezogen wird und nicht nur die Gewinn und Verlustrechnung des Projktierers.
Windanlagen die sich nicht ausreichend drehen verbrauchen wertvolle Ressourcen und tragen nicht zur Energiewende bei.

Das können wir besser!!

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